Sommerausstellung

Atelier Greyer

Ernst Greyer 1907 - 1983

Ernst Greyer wurde am 1. Mai 1907 in der Steiermark geboren. Der Vater ist Gemeindevorsteher und wird nach Wolfsberg in Kärnten versetzt.

Nach der Bürgerschule geht Ernst Greyer in die Lehrerbildungsanstalt und arbeitet anschließend 10 Jahre als Lehrer.

Währenddessen fühlt er sich bereits zur Malerei hingezogen und kommt mit den Malern Anton Kolig und Herbert Böckl zusammen, worauf er sich entschließt nach Wien zu gehen, um Malerei zu studieren. Sein Lehrer ist Robin Christian Andersen. Dieser leitete die Meisterklasse, wo auch Lisl Engels ihr Studium begann.

Bereits 1938 stellte Ernst Greyer das erste Mal in der Wiener Sezession aus.

Ausflug auf die Bühne

Seine erste Frau war Opernsängerin, und so wechselte Ernst Greyer, dessen Jugendtraum es war, selbst Opernsänger zu werden, ins Bühnenfach und wurde Schüler bei Prof. Beer an der Wiener Skala.

Er spielte dann in weiterer Folge beim Wiener Werkl und an der Exilbühne, wo er den Künstlernamen "Sepp Jörg" annahm.

Während des Krieges war Ernst Greyer in der Truppenbetreuung eingesetzt. Nach dem Krieg wandte er sich nur noch der Malerei zu und bezog ein Atelier in der Annagasse und später in der Goldegggasse. 

Seine Atelierfeste waren immer ein beliebter Treffpunkt von Malern und Künstlern aus Film und Bühne.

Bad Gastein

Wegen eines Tennisarmes ging Ernst Greyer auf Kur nach Bad Gastein, woraus ein dauerhafter Aufenthalt werden sollte.

Er kaufte das Haus Tyrolia, baute es um, bemalte das Haus innen und außen mit Fresken und machte es zum Treffpunkt österreichischer und internationaler Künstler in Bad Gastein.


1951 gründet er die Galerie Greyer, zuerst im Haus Sponfelder am Wasserfall, später übernahm er ein Lokal in Bad Hofgastein. Zusätzlich veranstaltete er jeden Sommer seine dann zur Tradition gewordene Ausstellung.

Ernst Greyer heiratete zum 2. Mal, diesmal eine russische Prinzessin. Er unternahm viele Reisen ins Ausland, um einerseits einzukaufen und andererseits Künstler kennen zu lernen.

Auf einer dieser Reisen lernt er die Künstlerin K. Körrössy kennen. Ihre Bilder faszinieren ihn und es entstand eine Verbindung, die sich positiv auf die Malerei auswirkte.

Montmartre in Paris

Ernst Greyer verbrachte einen Sommer am Montmartre in Paris und das lokale Fernsehen berichtete, dass auf einmal dort "Bergbilder" verkauft werden.

Über eine Begegnung mit Picasso am Montmartre wurde sogar in der Zeitung berichtet. Außerdem traf Ernst Greyer während seiner Zeit in Paris viele weitere wichtige Künstler, die seine Malerei stark beeinflussten.

In Folge veranstaltete Greyer auf Einladung auch eine Ausstellung in Kairo.

Höhepunkt des Schaffens

Mit 66 Jahren bekam Ernst Greyer mit seiner dritten Frau einen Sohn. Sein Leben änderte sich dadurch noch einmal und die schönsten Bilder seines Schaffens entstanden in dieser Zeit. Er baute in Bad Gastein noch einmal ein neues Atelier und veranstaltete regelmäßig Ausstellungen in Salzburg und Meran.

Dabei zeigte er nicht nur seine eigenen Bilder, sondern einen Querschnitt aus der Galerie Greyer, die er gemeinsam mit seiner Frau zu einem Schmuckstück in Bad Gastein gemacht hatte.

Ernst Greyer wurde am 30. Oktober 1983 plötzlich aus seinem Schaffen herausgerissen ... aber seine Bilder leuchten noch immer.